Facebook, Webseite, und… ? Wo bloggt es sich am Besten?

Ein Blog ist kein Trimaran. Eine eigene Facebookseite
sorgt als Ausleger am Blog nicht immer für bessere
Performance (Foto: H.Weiler)

Auf SegelnBlogs wollen wir dir auch helfen, Deine Webseite vom Boot erfolgreicher zu machen. Die eigene Facebook-Seite ist dafür nicht immer ideal. Eine Entscheidungshilfe

Viele Boote haben eine Facebook-Seite, einen Twitter-Account oder auch ein eigenes Blog. Letzteres ist durchaus sinnvoll, wenn man von seinen Segeltörns erzählen möchte. Dass Boots-Accounts in Social Media Diensten aber nicht ganz so gut ankommen, zeigt bereits ein Blick in deren Statistiken: Meist kommen diese Facebook-Seiten nicht über eine Handvoll Likes hinaus, Beiträge bleiben unkommentiert und schnell werden diese Seite irgendwo im Facebook Nirwana verschwinden. Denn ohne Interaktionen verbannt der Dienst die Seiten auch aus dem Newsfeed seiner wenigen Follower.

Der Verbreitung neuer Beiträge steht das nicht einmal im Weg und so wird die Facebook-Seite schnell zu einem stiefmütterlich gepflegten Ausleger des Blogs. Auch auf neue Leser wirkt so eine Seite eher ernüchternd. Dass es im privaten Profil des Bootseigners mit bestehenden Followern hingegen hoch her geht, weiß niemand. Die meisten Benutzer kommunizieren nämlich nach wie vor lieber mit Menschen als mit Seiten. Vor allem aber kommuniziert man am liebsten nur einmal und kommentiert dann eben nur im privaten Profil. Die Facebook-Seite mit denselben Inhalten des privaten Profils zu füllen ist daher nicht nur vergebene Liebesmüh, sondern sogar kontraproduktiv.

Nicht immer ist eine Facebookseite sinnvoll

Die letzte Version von "Koje-frei-bis-Feuerland", die meisten Follower der Facebookseite folgten auch meinem privaten Profil

Die letzte Version von „Koje-frei-bis-Feuerland“, die meisten Follower der Facebookseite folgten ohnehin meinem privaten Profil

Über meine Reise auf Paulinchen habe ich anfangs alles in meinem privaten Profil öffentlich gepostet und gleichzeitig mit „Koje frei bis Feuerland“ eine Seite zum Blog angelegt. Hinzu kam, dass ich in meinem Profil auch Fotos von unterwegs via Instagram zeigte und hin und wieder Links zu anderen Seglern auftauchten, die ich so nicht auf der Seite gepostet hatte.

Schnell stellte sich heraus, dass wirklich jeder, der der Seite folgte auch entweder mein persönliches Profil abonnierte oder mir eine Freundschaftsanfrage stellte. Die Seite habe ich inzwischen offline genommen, weil sie sogar eher dazu führte, das Leute mich fragten: Wo sollen wir dir den folgen?

Statt der Seite habe ich in meinem Profil eine Freundesgruppe für meine privaten Bekannten angelegt, mit der ich nicht-öffentliches teile. Mein Fazit zur Frage, ob man eine Seite braucht oder nicht, ist daher:

Wenn man selbst die Marke im Blog ist, sehr persönlich oder biographisch von seinen Erlebnissen schreibt und weitere Social Media Kanäle wie Instagram nutzen möchte, ist eine eigene Facebook-Seite oft hinderlich.

In den Privatsphäre-Einstellungen kann man das Abonnieren öffentlicher Posts auch ohne Freundschaftsanfrage ermöglichen

In den Privatsphäre-Einstellungen kann man das Abonnieren öffentlicher Posts auch ohne Freundschaftsanfrage ermöglichen

Allerdings bringt eine Seite auch Vorteile mit sich: Nur über eine Seite kann man für seine Artikel auf Facebook Werbung schalten. Das ist bei einem privaten Törnblog allerdings eher unüblich und wird erst interessant, wenn das Blog einen kommerziellen Hintergrund hat. Außerdem können nur auf einer Seite die Statistiken zu den Posts ausgewertet werden. Insbesondere lässt sich so die Verbreitung über das Teilen ein wenig verfolgen.

Wann eine Facebookseite sinnvoll ist

Meine zweite Schlussfolgerung lautet daher im Umkehrschluss: Wenn eine eigene Seite der Kern des Facebook-Marketings wird, dann sollte man sein eigenes Profil weitgehend zunageln und von seinem Projekt dort nur wenig öffentlich posten. Das Auftreten auf Facebook sollte dann vor allem als Seite erfolgen. Außerdem sollte man sich eine Strategie für Blogfollower überlegen, die einem Freundschaftsanfragen schicken und diese konsequent ablehnen.

Bei Blogs, bei denen zu erwarten ist, dass es eine deutlich geringere Überschneidung mit den privaten Facebook-Freunden gibt, ist eine Seite immer die erste Wahl.

Über Social Media und den Umgang mit Followern sprechen wir auch auf unserem Besser Bloggen Seminar während der Bremer Boatfit

Hast Du eine Facebookseite oder überlegst Du eine zu starten? Wie sind Deine Erfahrungen?

Von | 2016-02-21T22:04:14+00:00 20. Februar 2016|Besser Bloggen|0 Kommentare

About the Author:

Seit über zehn Jahren schreibt Hinnerk als Wassersportjournalist über Segeln, Technik und Reisen auf dem Meer. Unter anderem ist er häufig in der "segeln" zu lesen und macht mit dem Segelradio einen eigenen Podcast. 2013 hatte er die Idee mit SegelnBlogs ein Blognetzwerk und Online-Magazin mit Schwerpunkt im Fahrtensegeln zu gründen.

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