Kaum irgendwo auf der Welt sind Lebensmittel so günstig wie in Europa. Das ist unter Fahrtenseglern eine Binsenweisheit, die gerade Einsteiger ins Langfahrtleben oft als teure Lektion lernen müssen.

Gerade importierte Lebensmittel sind in der Karibik teuer. - Ein Problem, wenn es kaum einheimische Produkte gibt

Gerade importierte Lebensmittel sind in der Karibik teuer. – Ein Problem, wenn es kaum einheimische Produkte gibt.

Dabei ist die Annahme durchaus naheliegend, dass Bananen in Panama billiger als in deutschen Supermärkten sind. Schließlich entfällt allein der Transport um die halbe Welt. Doch wer in der Nähe von Segel-Hotspots einkaufen geht, muss nicht selten mit 25 Prozent oder mehr „Gringo-Steuer“ rechnen. Für aus Europa oder den USA importierte Waren wird es dann oft richtig teuer.

An Bord ist das Leben gar nicht billiger als zuhause.

Denn kaum jemand lebt ausschließlich von Bananen. Eine Statistik auf www.atanga.de belegt jetzt diese Vermutung: In der Karibik ist es demnach am teuersten. Sabine Willner hat mit ihrem Mann anhand eines festgelegten Warenkorbs auf ihrer Reise eine Preisstatistik geführt. Spitzenreiter ist bisher die Grenadineninsel Mustique. Der Atanga-Warenkorb ist dort fast dreimal teurer als in Deutschland.

Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Bunkern in der Karibik. Geld spart, wer vorher weiß, wo welche Dinge besonders teuer oder günstig sind.

Bunkern in der Karibik. Geld spart, wer vorher weis, wo welche Dinge besonders teuer oder günstig sind.

So entsteht zwar eine relativ gute Übersicht, an der Realität auf den meisten Langfahrtyachten geht sie dennoch vorbei. Beispielsweise findet sich in dem Warenkorb auch eine Flasche (zugegeben wohl nicht besonders guter) Rotwein.

In Deutschland soll der um die 3 Euro kosten, auf der ebenfalls in den Grenadinen liegenden Insel Canouan kostet ein vergleichbarer Liter über 15 Euro. – Mehr als 500 Prozent Preisdifferenz.

Es lohnt sich daher, statt auf den Gesamtpreisindex, lieber auf die einzelnen Posten zu schauen. Dann stellt sich heraus: Wer auf dem Weg über den Atlantik seine Bilge mit Wein von der Kap Verden-Insel São Vicente füllt, zahlt rund 30 Prozent weniger als in Deutschland. – Braucht allerdings gut verschließbare Bodenbretter bei späteren Zollkontrollen.

Wir haben einen „Warenkorb“ mit Lebensmitteln und non-Food-Artikeln zusammen gestellt, die praktisch jeder kauft. Die Preise dieser Artikel sind ins Verhältnis zu denen in Deutschland gesetzt. Daraus haben wir einen Durchschnittswert errechnet. – Aus dem Blog atanga.de

Regionales Bunkern ist seit je her eine hohe Kunst auf Yachten und die Liste auf atanga.de hilft enorm dabei, diese Kunst zu optimieren. Denn auch so lässt sich zwar kaum billiger als in Deutschland leben, doch zumindest die Bordkasse deutlich entlasten. Denn leider haben Bananen an Bord nur eine begrenzte Haltbarkeit. Denn die kosten beispielsweise in St. George’s auf Grenada tatsächlich gerade Mal ein Sechstel des Preises in Deutschland.

Die jeweils aktuelle Liste findet sich unter atanga.de