Mit der Forschungsyacht "Aldebaran" geht die Deutsche Meeresstiftung auf Expeditionsfahrten. Foto: ALDEBARAN Marine Research and Broadcast

Mit der Forschungsyacht „Aldebaran“ geht die Deutsche Meeresstiftung auf Expeditionsfahrten. Foto: ALDEBARAN Marine Research and Broadcast

Junge Menschen für die Wissenschaft zu begeistern und mit ihnen für saubere Meere zu forschen, kann nicht früh genug anfangen. Die Deutsche Meeresstiftung lädt daher im Rahmen ihres Meereswettbewerbs „Forschen auf See“ jedes Jahr Schüler und Schülerinnen ab der 9. Klasse ein, gemeinsam mit Vertretern aus der Wissenschaft zu Expeditionen vor die Küsten Deutschlands zu gehen. Das Ziel der Arbeiten: Spuren menschlicher Einflüsse und deren Folgen dokumentieren.

Während der einwöchigen Forschungsexpeditionen im vergangenen Jahr sammelten die Siegergruppen des Meereswettbewerbs 2016 mit den Experten neue Erkenntnisse zum Plastik im Meer und zur Belastung von Wasser und Sedimenten durch Schadstoffe.

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Die Deutsche Meeresstiftung

Als Dialogplattform für Meeresakteure aus allen Sektoren fördert die Deutsche Meeresstiftung den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit für den Schutz und eine nachhaltige Entwicklung der Meere. Die Stiftung will Ozeanakteure und deren Projekte identifizieren und Wissen um Nutzung und Schutz der Ozeane vermitteln, um so ein neues Ozeanbewusstsein zu schaffen. Insbesondere setzt sich die Stiftung dafür ein das Meer in allen Bildungsbereichen verankern, um insbesondere junge Menschen zu erreichen.
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Mikroplastik im Watt

Jasmin Jarecki, Antonia Walz und Mara Strunk von der OKO Private School Hamburg haben sich zusammen mit ihrer Wissenschaftspatin Prof. Dr. Angela Köhler vom Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven auf die Fährte der Kunststoffe im Wasser gemacht: Was bedeutet PET, PVC und EVA im Ökosystem Wattenmeer?

Anhand von Aufnahmen mit Unterwasserkameras wurde dazu der Gehalt von Mikroplastik im Meerwasser und durch Versuche die Filtrationseffizienz von Muscheln bei verschiedenen Plastikkonzentrationen im Wasser analysiert. Eine wichtige Frage, auch um zu verstehen, wie sich der Mikroplastikgehalt auf das Muskelfleisch von Miesmuscheln auswirkt und so auch einen Weg in die menschliche Nahrungskette findet.

Chaos durch die Elbe

In einem weiteren Projekt ging es um Grundlagenforschung an der Wechselwirkung zwischen Flüssen und dem Meer. Marie und Nellie Sommer vom Gymnasium Heidberg in Hamburg erforschten, welcher ökologische Stress in der Helgoländer Bucht durch den Einfluss der Elbe entsteht. Sie wurden dabei von ihrer Wissenschaftspatin Prof. Dr. Gesine Witt von der HAW Hamburg begleitet. Proben gaben hier neben anderen Faktoren auch Hinweise zum Transport von Schwebstoffen in Wasser und Sedimenten.

Während der Expedition gewonnene Proben wurden dazu in einem Labor der HAW weitergehend untersucht.

Auch in 2017 wird es wieder einen Meereswettbewerb für junge Forscher geben. Die aktuelle Ausschreibung für den Meereswettbewerb 2017 ist unter www.meereswettbewerb.de zu finden