Sebastien Josse muss aufgeben

Sebastien Josse muss aufgeben

Das Südpolarmeer ist nicht gerade als gemütliches Revier bekannt. Das haben inzwischen einige der Teilnehmer des Vendée Globe erfahren müssen. Wie von vielen Stimmen vor dem Rennen befürchtet, haben sich die erstmals im Rennen verwendeten seitlichen Foils der Einrumpfboote als Fluch und Segen herausgestellt. Erst sorgten sie für deutlichen Abstand zu den Schiffen, die ohne sie unterwegs sind, jetzt machen sie Probleme:

Zuerst brach eines der Foils auf der Hugo Boss mit Skipper Alex Thompson. Jetzt gibt Sébastien Josse, Skipper der Edmond de Rothshild und derzeit auf Platz Drei des Regattafeldes, bekannt, nach Australien abzudrehen und das Rennen zu beenden. Die Aufhängung seines Backbord Foils hatte vor zwei Tagen schweren Schaden genommen und das Risiko von Folgeschäden erscheint dem Profiskipper zu groß, um weiterzumachen. In Absprache mit dem Team sei er zu dem Schluss gekommen, dass eine Reparatur mit seinen Möglichkeiten nicht ausreichen würde, um die verbleibenden 15.000 Meilen des Rennens zu bewältigen.

„Wenn Du das Vendée Globe unternimmst, weisst Du, dass Du jeden Tag am Boot arbeiten musst. Aber da reden wir darüber, das Boot wieder zusammenzuflicken“, erklärte der Skipper und fügt hinzu: „Ich bin eine Krankenschwester, kein Chirurg”.

Pannenserie reisst nicht ab

Josse ist nicht der einzige, der die Vendée globe als eines der härteste Segelrennen der Welt Rennen aufgegeben hat: Kito de Pavant musste sich bereits von Bord der “Bastide Otio” abbergen lassen, nachdem sein Schiff starken Wassereinbruch hatte. auch der Japaner Kojiro Shiraishi musste bereits das Rennen nach Mastbruch aufgeben.