Noch kein Thema für den Stammtisch nach der Mittwochsregatta heute? Wir haben mal einen Blick auf die Zahlen zur kommenden Atlantic Rally for Cruisers 2017 geworfen und einige Fakten für den Smalltalk zusammengestellt:

In 2017 nehmen bis jetzt 296 Yachten an der Atlantic Rally for Cruisers (ARC & ARC+) teil. Nimmt man all diese Boote und reiht sie hintereinander auf, ergibt sich eine fast 4,5 Kilometer lange Schlange aus Segelyachten. Die Kleinste Yacht kommt dabei aus Frankreich und misst gerade Mal 9,14 Meter, während die größte Yacht unter BVI Flagge segelt und 29,16 Meter lang ist.

Die deutsche Teilnehmerflotte ist mit 29 Schiffen die zweitgrößte bei der ARC und liegt nur knapp vor den Franzosen mit 24 Yachten. Zusammen ergeben die deutschen Boote eine Länge von knapp 421 Metern. Zum Vergleich: Die größte Flotte im Feld aus Großbritannien bringt es mit 78 Yachten und fast 1200 Metern beinahe auf das Dreifache und ist noch immer größer als Franzosen und Deutsche zusammen.

Der Bootslängendurchschnitt aus Deutschland liegt mit 16,8 Meter zudem knapp hinter dem der Briten mit 17,36 Metern. So eine Rechnung entscheidet sich aber nicht selten über die Extreme von kleinster und größter Yacht. Hier führen die Briten beide Enden an. Zwischen den Größten Booten aus Deutschland und England liegen dabei fast zehn Meter. Da jedoch die Teilnehmerzahl deutlich höher ist, gleicht sich diese Verzerrung im Mittel beinahe aus.

Datenjournalismus im Segelsport. Zahlenspiele zur Atlantic-Rally-for-Cruisers mit Informationen des World Cruising Club. (Fotomontage: Hinnerk Weiler)

Alle diesen Zahlen zugrundeliegenden Daten stammen aus öffentlichen Quellen des World Cruising Club. (Fotomontage: Hinnerk Weiler)

Kleinste Yacht aus

  • England 9,91 Meter
  • Deutschland 10,97 Meter

Größte Yacht aus

  • England 26,9 Meter
  • Deutschland 18,29 Meter

Interessant ist auch, dass bei den deutschen Yachten acht Schiffe (28%) auch aus deutscher Produktion stammen und ebenso viele Vertreter Französischer Werften am Start sind. Unter den Teilnehmern aus Frankreich hingegen findet sich kein einziges Schiff einer deutschen Werft und selbst die Briten bevorzugen, abgesehen von Schiffen aus dem eigenen Land, deutlich französische und skandinavische Yachten vor deutschen Schiffen.

Nur vier Schiffe mit deutscher Flagge sind als Katamarane angemeldet. Alle anderen 25 Yachten starten im regulären Cruiser Feld. Weniger konservativ geht es da bei den Franzosen über den Atlantik. Obwohl weniger Schiffe insgesamt starten, beinhaltet das Feld sechs Katamarane, einen Dragon Fly 1000 in der „Open“ Klasse und fünf Schiffe in der Racing Klasse. Damit nimmt ein Viertel der ARC Teilnehmer aus Frankreich nicht als Cruiser teil. Hingegen segeln die Briten ebenfalls eher konservativ und starten mit 60 ihrer 78 Yachten als Cruiser. Auffällig dabei: Auf der Insel sind Katamarane noch weniger vertreten, als in den beiden anderen Ländern: Nur vier Crews segeln auf mehreren Rümpfen über den Atlantik.