254 Yachten unter dem ARC Banner 2017 auf dem Atlantik

Die 32. Auflage der Atlantic Rally for Cruisers ist auf dem Weg in die Karibik. Am 19. November verließen die Crews aus 40 Nationen gemeinsam den Hafen von Las Palmas de Gran Canaria mit Ziel Saint Lucia in der Karibik.

ARC 2017 ist in Las Palmas gestartet. Foto: WCC/Mitchell

ARC 2017 ist in Las Palmas gestartet. Foto: WCC/Mitchell

Während in unseren Breiten eher graues Regenwetter vorherrscht, sorgten traumhafter Sonnenschein und eine leichten Brise aus Nordost in der Marina für eine ganz spezielle Stimmung, in der die Teils monatelangen Vorbereitungen der Segler ihr Ende fanden und auf den Yachten ein allerletztes Mal die Ausrüstung überprüft wurde.

 

 

In diesem Jahr segeln die ARC Teilnehmer in einer besonders variantenreichen Flotte aus Booten zwischen 30 und 95 Fuß. Mit dabei sind 156 Einrumpfboote, 28 Katamarane und 2 Trimarane. Auch die Segler selbst sind äußerst unterschiedlich. Das jüngste Crewmitglied im Feld ist gerade Mal drei Jahre alt, die ältesten sind über 80 Jahre. Bei vielen Teilnehmern schließt sich in der 32-jährigen ARC Geschichte inzwischen auch der Kreis und immer öfter starten Segler über den Atlantik, die damit in die Fußstapfen ihrer Eltern oder Großeltern treten und der ARC-Familie damit einen ganz neuen Charakter verleihen. Damit einher geht, dass auch die nächste Generation bereits dabei ist: Insgesamt sind in diesem Jahr 20 Kinder auf dem Ozean Richtung Westen unterwegs.

Der ARC Streckenrekord liegt bei 8 Tagen, 6 Stunden, 29 Minuten und 15 Sekunden und wurde von Rambler 88 im Jahr 2016 aufgestellt. Foto: WCC

Der ARC Streckenrekord liegt bei 8 Tagen, 6 Stunden, 29 Minuten und 15 Sekunden und wurde von Rambler 88 im Jahr 2016 aufgestellt. Foto: WCC

27 Yachten in der Regatta Gruppe

Obwohl die ARC eine Fahrtenseglerregatta ist, gibt es eine Start- und eine Ziellinie, und die Boote werden je nach Größe, Typ und Wettbewerb in Gruppen eingeteilt. Eine viertelstunde nach den Mehrrumpfbooten startete die in diesem Jahr aus 27 Yachten bestehende in der ARC Regattagruppe. Erfahrung zahlte sich aus, denn die ersten drei Boote waren schon mehrmals bei der ARC dabei, beispielsweise die österreichische Godspeed, die die Gruppe anführte.

Der reguläre Start der Cruiser bot hunderten Zuschauern an der Mole einen tollen Anblick, als sich die Boote auf der Startlinie verteilten und einige in der leichten Brise bereits bunte Spinnaker setzten.

Was die Crews bei der ARC erwartet

Während der Start bei angenehmen bis moderaten Bedingungen verlief, wartet nun mitten im Atlantik ein Tiefdruckgebiet mit anspruchsvollerem Wetter auf die ARC-Segler, so dass die Skipper ihre Route sorgfältig planen müssen. Die direkte Route West-Nordwest wird wahrscheinlich die schnellste sein und wird von vielen Booten der Regattagruppe gewählt. Auf der südlichen Route in Richtung Kapverden werden Wind und Wellen schwächer sein, so dass die Boote dorthin zwar langsamer segeln aber die erste Zeit auf See angenehmer verbringen.

Alle ARC Boote sind mit Yellow Brick Satellitentrackern ausgerüstet, so dass Family, Freunde und Fans das Vorankommen der Flotte bequem von zu Hause aus verfolgen können unter: www.worldcruising.com/arc/viewer.aspx oder über die YB Races App.

Die Routen von ARC und ARC+

Die Routen von ARC und ARC+

Die Mehrheit der Boote benötigt zwischen 18-21 Tagen für die 2700 Seemeilen lange Atlantiküberquerung. Beim Landfall in Rodney Bay Marina, Saint Lucia werden sie bei Tag und Nacht am Dock von Vertretern der Saint Lucia Tourist Authority und Mitarbeitern des World Cruising Club mit Rumpunsch empfangen. Auch in Rodney Bay gibt es ein umfangreiches Programm für alle ARC Crews und ihre Freunde und Familien. Der Höhepunkt ist dann die Preisverleihung am 16.Dezember.

Seit dem Start der großen ARC-Flotte, die direkt nach Saint Lucia segelt sind insgesamt 254 Yachten unter dem ARC 2017-Banner auf dem Atlantik unterwegs. Denn 68 Boote der ARC+ Flotte sind bereits einige Tage vorher von Mindelo auf den Kapverden zur zweiten Etappe ihrer Atlantiküberquerung gestartet und werden gemeinsam mit den anderen Booten in der Karibik erwartet.

Von | 2017-11-22T21:43:02+00:00 22. November 2017|Atlantic Rally for Cruisers|0 Kommentare

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