The Mercy – Das menschliche Drama des 1968er Golden Globe Rennens

Die dramatische Geschichte um Donald Crowhursts Teilnahme am Golden Globe Race 1968 kommt Anfang Februar 2018 in die deutschen Kinos

Foto: STUDIOCANAL

Foto: STUDIOCANAL

Es ist wohl eine der traurigsten Episoden in der Segelgeschichte, der sich Regisseur James Marsh mit seinem Film „The Mercy“ (Deutsche Fassung: „Vor uns das Meer“) angenommen hat. Denn glaubte man den per Funk übermittelten Positionsmeldungen, dann hatte Donald Crowhurst, gespielt von Oscar-Preisträger Colin Firth, den Sieg bei der ersten Nonstop-Einhandregatta um die Welt 1968 bereits so gut wie in der Tasche.

Doch genau da lag das Problem im Detail: Kurz nach dem Start des von der Sunday Times veranstalteten Golden Globe Race musste Crowhurst erkennen, dass sein Trimaran für die Anforderungen der Reise nicht geeignet war. Statt aufzugeben begann er immer wieder falsche Positionsmeldungen per Funk nach England zu senden und versteckte sich vor der Küste Südamerikas während seine Mitstreiter weiter gegen die Naturgewalten um die Welt segelten.

Foto: STUDIOCANAL

Foto: STUDIOCANAL

Bis heute weiß niemand genau, was dann passierte. Doch Logbuchaufzeichnungen legen den Schluss nahe, dass er kurz bevor sein Schiff durch Zufall entdeckt wurde aus Angst vor der Scham mit seiner Lüge aufzufliegen, Selbstmord begangen hatte.

Der Kinotrailer zum Film gibt bereits einen Vorgeschmack auf eine menschliche Tragödie hinter der Skandalgeschichte. Regisseur James Marsh, der bereits mit „The Theory of Everything“ die Lebensgeschichte von Stephen Hawking gefühlvoll verfilmt hat, scheint auch hier auf starke Emotionen statt übermäßige Action zu setzen. Ein Merkmal, dass The Mercy vielleicht zu einem ganz besonderen Film werden lassen kann. Man darf also auf den Kinostart in Deutschland am 9. Februar 2018 durchaus gespannt sein. Ein Muss für Segler ist die Geschichte aber wohl allemal.

 

Von | 2017-11-23T22:17:00+00:00 23. November 2017|Bücher & Filme|0 Kommentare

About the Author:

Seit über zehn Jahren schreibt Hinnerk als Wassersportjournalist über Segeln, Technik und Reisen auf dem Meer. Unter anderem ist er häufig in der „segeln“ zu lesen und macht mit dem Segelradio einen eigenen Podcast. 2013 hatte er die Idee mit SegelnBlogs ein Blognetzwerk und Online-Magazin mit Schwerpunkt im Fahrtensegeln zu gründen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Zur Werkzeugleiste springen