Der chinesische Segler Guo Chuan gilt weiterhin als vermisst. Die US-Küstenwache hat jedoch nach Medienberichten die aktive Suche nach dem offenbar über Bord gegangenen Segler unterbrochen.

„Unser tiefes Mitgefühl geht nicht nur an seine Familie, sondern auch an sein Team und die ganze Segler-Gemeinschaft“, zitiert die New York Times den zuständigen Coast-Guard Kommandanten, Capt. Robert Hendrickson.

Chuans Trimaran wurde am Mittwoch rund 600 Meilen vor Hawaii treibend aufgefunden. Niemand befand sich an an Bord.

In Deutschland wurde der heute 50-Jährige Segler bekannt, nachdem er als erster Chinese 2013 einhand die Welt umsegelte. Wenig später heuerte der deutsche Segler Boris Herrmann bei ihm zu einer erfolgreichen Rekordfahrt durch die Nordost Passage an:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=-eJNP7Bdqb4

Zu so einer Rekordfahrt war Chuan auch diesmal aufgebrochen: Einhand wollte er mit seinem 97 Fuß langen Trimaran den bestehenden Rekord von San Francisco nach Shanghai unterbieten und in weniger als 21 Tagen den Pazifik überqueren. Bereits am vergangenen Dienstag, dem siebenten Tag der Reise, brach der Kontakt zu dem Einhandsegler ab.

Persönliche Gegenstände des Skippers wurden von der US-Küstenwache sichergestellt, um sie seiner Familie zu übergeben, nachdem das führerlose Boot wenig später mit abgerissenem Großsegel entdeckt wurde.