Ningaloo Riff - Foto: Andrew Turner/Wikipedia

Ningaloo Riff – Foto: Andrew Turner/Wikipedia

Mit Google Street-View auf Tauchgang, das könnte in wenigen Monaten vor der Küste Australiens möglich werden.

Laut dem neuseeländischen Magazin News One werden derzeit Unterwasseraufnahmen des Ningaloo Riffs, rund 600 Seemeilen nördlich der Hafenstadt Perth für Googles Street-View aufbereitet. Mit seinen rund 700.000 Hektar Fläche und einer Länge von 260 Kilometern ist das Ningaloo-Riff direkt vor der Küste eines der größten Riffs der Welt und das größte des australischen Kontinents.

Wie viele Korallen anderer Riffe auch, kämpfen die dort heimischen, rund 300 unterschiedliche Arten, mit den klimatischen Veränderungen der Weltmeere und gelten als bedroht.

99,9 Prozent der Weltbevölkerung taucht nicht und wird es niemals tun. Also fragen wir uns, ‚Wie können wir es Menschen möglich machen, etwas zu lieben und zu schützen, das sie nicht verstehen oder eben niemals zu Gesicht bekommen?‘
– zitiert das Magazin den Fotografen Christophe Bailhache, der bereits seit acht Jahren die Veränderungen von Riffen weltweit dokumentiert, die Inspiration zu diesem Projekt.

Die Wahl fiel dabei nicht zuletzt auf das Ningaloo Riff, weil bereits ein großer Teil des rund 260 Kilometer langen Riffs seit 2012 von ihm gemeinsam mit Wissenschaftlern in 360° Fotografien erfasst wurde, die der Fotograf mit seinem Underwater Earth Projekt für sie aufnahm, um die Veränderungen in der Lebenswelt des Riffs über längere Zeiträume zu beobachten.

Im jetzt beginnenden Sommer auf der Südhalbkugel sollen die letzte Lücken in der Dokumentation geschlossen. Das Google Earth Feature soll dann in wenigen Monaten verfügbar sein. Wer danach das berühmte fliegende Männchen auf das Riff in Google Maps fallen lässt, kann dann sich dann unter Wasser durch das Ningaloo Riff klicken, wie durch eine Großstadt.