Die Situation der Weltmeere stimmt viele Deutsche sorgenvoll. Das hat das Marktforschungsnetzwerk YouGov in einer Studie mit mehr als 2000 Teilnehmern Anfang Mai herausgefunden.

Sorgenvoller Ausblick: Mehr als die Hälfte der Befragten befürchten zudem, dass sich der Zustand der Meere in den nächsten zehn Jahren weiter verschlechtern wird

Acht von zehn Teilnehmern der Umfrage machen sich auch in pandemischen Zeiten Sorgen um den Zustand der Ozeane. Anders als die klimaorientierte Fridays4Future Bewegung vermuten lässt, sind es aber beim Wasser laut der Studie eher ältere Menschen, die sich Sorgen: Während in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen nur knapp unter 70 Prozent angaben um den Zustand der Ozeane besorgt zu sein, sind es bei den 55- bis 69-jährigen ganze 84 Prozent.

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten befürchten zudem, dass sich der Zustand der Meere in den nächsten zehn Jahren weiter verschlechtern wird. Lediglich 12 Prozent erwarten eine Verbesserung in diesem Zeitraum.

Je älter die Befragten, desto größer die Sorge

Umweltsorgen trotz Corona-Krise groß

Während die Corona-Krise Anfang Mai klar das Medienbeherrschende Thema war, gaben 73 Prozent der Befragten an, dass für Sie der Zustand der Weltmeere gleich wichtig war, wie vor der Pandemie. Mehr als zehn Prozent räumen den Ozeanen sogar einen höheren Stellenwert ein, als er vor Beginn der Corona-Krise. Dabei spielt die Belastung der Meere mit Plastikabfällen für vier von fünf Deutschen (77 Prozent) die größte Rolle. Erst mit deutlichem Abstand folgen der Klimawandel (38 Prozent) und die Zerstörung von Korallenriffen und anderen Lebensräumen im Meer (31 Prozent). Viele der Befragten gaben zudem an, ihr Konsumverhalten mit Blick auf weniger Plastikmüll anzupassen zu wollen.

Viele wollen ihr Konsumverhalten künftig ändern, um Plastikmüll zu reduzieren,
denn mehr als die Hälfte erwartet eine Verschlechterung des Meerzustandes.

Quelle: YouGov-Studie zum Welttag des Meeres am 8. Juni in Kooperation mit dem SINUS-Institut, für die 2.063 Personen zwischen dem 05. und 11. Mai 2020 mittels standardisierter Online-Interviews befragt wurden. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren.